Robotik ist Zukunftsthema der Sozialbranche
Auf Einladung des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising e.V., der LongLeif GaPa gGmbH sowie der Technischen Universität München (TUM) hat Bayerns Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales Ulrike Scharf am Donnerstag den Campus Garmisch-Partenkirchen besucht. Ziel der Visite war es, sich über die innovativen Entwicklungen im Bereich der Assistenzrobotik zu informieren – einem Zukunftsthema mit hoher Relevanz für die soziale Infrastruktur Bayerns.
Empfangen wurde die Ministerin im Institut für Geriatronik der TUM von Vizepräsident Alexander Braun und Prof. Alexander König (Lehrstuhl für Robotik und Systemintelligenz). Der Assistenzroboter GARMI begrüßte die Ministerin persönlich und demonstrierte in einer interaktiven Präsentation eindrucksvoll, wie robotische Systeme bereits heute in der Pflegepraxis eingesetzt werden – insbesondere in interdisziplinären Projekten zwischen TUM und Caritas.
Robotik als Querschnittsaufgabe des Sozialministeriums Caritas-Vorständin Gabriele Stark-Angermeier unterstrich die Bedeutung von Robotik als Querschnittsthema für die Aufgabenbereiche des Sozialministeriums: „Ob soziale Teilhabe im Alter, Sicherheit im häuslichen Umfeld oder der Zugang zu telemedizinischen Angeboten – Assistenzsysteme wie GARMI können entscheidend dazu beitragen, Lebensqualität zu sichern und Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden zu fördern.“ Sie sprach sich für eine gezielte Förderung solcher Projekte durch das Sozialministerium aus, um Innovationen in der Pflege weiter voranzutreiben und praxisnah zu gestalten.
Fotos ©StMAS/Schäffler
Professor Alexander König erläuterte: „Das Campusprojekt hat auch für die TUM einen besonderen Stellenwert, die hier gezielt für die Pflege forscht und entwickelt. Dabei geht es uns um die Bedürfnisse älterer Menschen, um ihnen zu ermöglichen, so lange wie möglich zu Hause zu bleiben – physisch, kognitiv und sozial.“ Auch Bürgermeisterin Elisabeth Koch betonte die Bedeutung des Projekts für die strukturelle Entwicklung der Region und wünschte sich die Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung: „Dieses Projekt hat für die Region und den Markt Garmisch-Partenkirchen absolute Priorität. Mit dieser Innovation sichern und schaffen wir außerdem neue Arbeitsplätze.“
Sozialministerin Scharf: „Mut, Neugier und Innovation spürbar“
Ministerin Ulrike Scharf zeigte sich beeindruckt vom Campusprojekt: „Der Forschungscampus Garmisch-Partenkirchen mit seiner Verbindung von Wissenschaft, Praxis und Lehre ist einzigartig, innovativ und zukunftsweisend. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Lebensqualität älterer Menschen in Bayern weiter zu verbessern. Hier entstehen durch interdisziplinäre Zusammenarbeit Ideen, die weit über die Grenzen des Freistaats hinausstrahlen. Wenn man hier ist, spürt man Mut, Neugier und Innovationskraft.“
In einem vertraulichen Austausch mit den Projektpartnern wurden konkrete Synergien diskutiert. Die Ministerin betonte, das Projekt verdiene Unterstützung von Herzen. Es gelte jedoch zu prüfen, wo Überschneidungen bestünden – etwa im Bereich beruflicher Fort- und Weiterbildung sowie der Arbeitswelt. Gabriele Stark-Angermeier ergänzte: „Das Zentrale ist ja: Wir bilden Menschen aus – für die Zukunft. Der Campus macht Pflege und alle dazugehörigen Assistenzbereiche attraktiv.“
Der Besuch von Ministerin Scharf hat eindrucksvoll gezeigt, wie fruchtbar der Dialog zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis sein kann – ein wichtiger Impuls für die Weiterentwicklung innovativer Pflegeprojekte wie den Campus Garmisch-Partenkirchen.