Eine Chance für alle - 14 neue Pflegefachhelferinnen und Pflegefachhelfer für die Region
Das Lernkonzept der Caritas-Berufsfachschule Garmisch-Partenkirchen ermöglicht individuelle Bildungswege und eine Abschlussquote von 100 Prozent
Garmisch-Partenkirchen, 30. Juli 2026 – Individuelle Förderung, Lernen im eigenen Tempo und Lehrkräfte als „Lernbegleiter/-innen“: Mit ihrem besonderen Ausbildungskonzept schafft die Caritas-Berufsfachschule für Pflegeberufe Garmisch-Partenkirchen Bildungschancen für Menschen unterschiedlichster Herkunft. Mit Erfolg: Alle 14 Teilnehmenden der einjährigen Ausbildung zur Pflegefachhelferin beziehungsweise zum Pflegefachhelfer haben ihren Abschluss bestanden.
Pflege weit mehr als Versorgung
Bei der feierlichen Zeugnisübergabe würdigten zahlreiche Gäste die Leistungen des Jahrgangs. Landrat Anton Speer betonte die große Bedeutung der Pflegeausbildung für den Landkreis: „Lebenslanges Lernen ist in der Pflege unverzichtbar. Bleiben Sie neugierig und entwickeln Sie sich weiter.“ Claudia Zolk, Zweite Bürgermeisterin des Marktes Garmisch-Partenkirchen, hob die menschliche Seite des Pflegeberufs hervor: „Pflege bedeutet weit mehr als Versorgung. Es geht darum, Menschen wahrzunehmen, ihnen Wertschätzung zu schenken und ihnen mit einem Lächeln zu begegnen.“ Wie sehr die Absolventinnen und Absolventen diese Haltung bereits verinnerlicht haben, wurde in den persönlichen Würdigungen der Schulleiterinnen deutlich. Sie beschrieben die angehenden Pflegekräfte als Menschen, die mit Empathie, Engagement und Freude auf andere zugehen.
Abschlussquote als Ausdruck außergewöhnlicher persönlicher Leistung
Die Schulleitung Susanne Hoffmann, unterstrich die Leistung der Absolvent/-innen. Viele von ihnen hätten ihren Abschluss unter anspruchsvollen Bedingungen erreicht und dabei große Ausdauer und Motivation bewiesen. Die Abschlussquote von 100 Prozent sei deshalb Ausdruck einer außergewöhnlichen persönlichen Leistung und zugleich ein Beleg dafür, wie wichtig individuelle Unterstützung und Begleitung in der Ausbildung sind.
Claudia Hörbrand, Geschäftsführerin der Ökumenischen Sozialstation Oberland, würdigte das innovative Lernkonzept der Schule: „Das Schulkonzept gibt allen Lernenden eine Chance, unabhängig von ihrer Herkunft.“ Viele Absolventinnen und Absolventen meisterten während ihrer Ausbildung nicht nur sprachliche Hürden, sondern auch persönliche Herausforderungen. Umso bemerkenswerter sei die Abschlussquote ohne einen einzigen Ausbildungsabbruch.
Dank an Lernbegleiter/-innen
Zum Dank für die Begleitung während des Ausbildungsjahres überreichten die Absolvent/-innen Blumen an ihre „Lernbegleiterinnen“. Auch die Träger der praktischen Ausbildung würdigten die enge und engagierte Zusammenarbeit. Den Abschluss der Feier bildete ein gemeinsames Buffet, das die frisch examinierten Pflegefachhelfer/-innen selbst zubereitet hatten. (kh)
Abschlussklasse BFS GAP mit Landrat Speer (ganz rechts), Schulleitungen (Mitte) und Zweite Bürgermeisterin Claudia Zolk (ganz links)
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